Verlängerung Überbrückungshilfe III/Neustarthilfe bis September 2021 mit Verbesserungen

Die Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe werden bis September 2021 verlängert und die Förderungen verbessert. Wer im Zuge der Wiedereröffnung Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholt oder neu einstellt, kann statt der Personalkostenpauschale von 20 % eine Personalkostenhilfe ("Restart-Prämie") als Zuschuss erhalten. Die Neustarthilfe wird für die Monate Juli bis September auf 1.500 EUR mtl. aufgestockt.
Hamburg, Donnerstag, 10.6.2021

1. Die Änderungen in Kurzform

Die Überbrückungshilfe III wird gemäß einer Presseerklärung vom 9.6.2021 bis 30.9.2021 verlängert. Die Förderbedingungenwerden im Wesentlichen beibehalten und in Teilen sogar verbessert. Voraussetzung zur Gewährung der Kostenerstattung ist insbesondere ein Corona-bedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Umsatz 2019 des gleichen Monats bzw. des Durchschnittsumsatzes 2019.

Auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige (Alternative zur Überbrückungshilfe bei Betrieben mit geringeren Fixkosten) wird verlängert und erhöht sich von maximal 1.250 EUR je Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 EUR je Monat für den Zeitraum von Juli bis September2021. Dadurch können Soloselbstständige für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 bis zu 12.000 EUR bekommen.

2. Wie läuft die Beantragung?

Die Beantragung kann erst nach der Anpassung des Portals für die Antragstellung erfolgen. Wann die Programmierarbeiten abgeschlossen sein werden, ist unklar. Vermutlich wird die Beantragung Anfang Juli möglich sein.

3. ÜH III schon beantragt – was nun?

Wer bereits die ÜH III beantragt hat, kann einen Änderungsantrag stellen. Alternativ wird wohl eine Beantragung im Zuge des Nachweisverfahrens möglich sein.

4. Welche Verbesserungen gibt es?

Wer im Zuge der Wiedereröffnung Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholt, neu einstellt oder anderweitig die Anzahl der Beschäftigten erhöht, erhält wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale (pauschaler Zuschlag von 20 %auf die Fixkostenerstattung) eine Personalkostenhilfe("Restart-Prämie") als Zuschuss zu den dadurch gestiegenen Personalkosten. Der Zuschuss ist gestaffelt. Bemessungsgrundlage ist die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat zu den Personalkosten im Mai 2021. Der Zuschuss beträgt 60 % im Juli, 40 % im August und 20 % im September (letzter Fördermonat).

Neu aufgenommen wurde die Erstattung von bis zu 20.000 Euro je Monat von Anwalts-und Gerichtskosten zur Restrukturierung von Unternehmen bei drohender Zahlungsunfähigkeit mit dem Ziel, die Insolvenz abzuwenden.

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